Kinder tun Gut(es)

 
 
 
 
 
 

Plakat Helping Hands25.09.2008 - Helping Hands ist das einfach umzusetzende Konzept der Annäherung von Jugendlichen an eine ehrenamtliche, soziale Tätigkeit.

Helping Hands schafft die Voraussetzung dafür, dass junge Menschen in einer Situation wachsen können, indem sie Verantwortung in einem direkten sozialen Kontakt innerhalb einer sozialen Einrichtung übernehmen (jeweils für 1,5 Stunden/Woche, regelmäßig über einen längeren Zeitraum) und dafür Bestätigung erfahren. Darüber hinaus bekommen sie einen Einblick in ihnen unbekannte Lebenswelten, gesellschaftliche Zusammenhänge und auch in Aspekte beruflicher Orientierung.

Nutzen auf allen Seiten
Die Kooperation zwischen sozialen Einrichtungen und den Bildungs- und Jugendeinrichtungen ermöglicht den gegenseitigen Win-Win-Effekt, der das Projekt so attraktiv macht:

• Den sozialen Institutionen wird geholfen, weil die Arbeit der jungen Menschen eine Verbesserung der zwischenmenschlichen Ebene bewirkt, die sehr wertvoll und wichtig für die Institution und die Menschen in ihr ist.

• Gleichzeitig wird die Entwicklung der Jugendlichen maßgeblich unterstützt, da sie in einem sehr komplexen Bewährungsfeld arbeiten und durch direkte Bestätigung in ihrer Selbstwahrnehmung wachsen können. Das Tagebuch, das geschrieben wird, soll diese Effekte den Jugendlichen bewusst und diese auch für außen auch beobachtbar machen.

 

• Das direkte Lernen am und im Leben verbessert wiederum die Arbeit der Bildungs- und Jugendeinrichtungen. Es stellt nicht nur eine Abwechslung dar, sondern ist eine wirkungsvolle Ergänzung im Kanon der unterschiedlichen Lernmethoden. Die in ihrer Entwicklung angeregten Jugendlichen betrachten sich und ihre sonstige Lernarbeit und Entwicklung mit anderen Augen – was eine sehr direkte positive Auswirkung ist.

Einführung in das Projekt

Vorweg
Zugunsten einer schnellen Informationsmöglichkeit, versuchen wir den Anteil erklärender Worte klein zu halten. Die Idee ist einfach und erschließt sich im Prinzip von selbst. Die mitgelieferten Materialien durchzuschauen hilft ergänzend. Etwas eigene Phantasie und Gestaltungswille sind ohnehin immer nötig, Ihr ganz eigenes Projekt entstehen zu lassen. Es wird auch erst dann seine ganz eigene Kraft entwickeln.

Das Vorgehen
Wer träumt nicht davon, Jugendliche in Zusammenhänge sozialer Verantwortung zu bringen, an denen sie mit Freude wachsen können? Dabei sind die ersten Schritte ganz einfach:

1. Suchen sie ein Zeitbudget (z.B. 1,5 Zeitstunden /Woche), in dem junge Menschen (von 14 Jahren aufwärts) regelmäßig Zeit bekommen, sich ehrenamtlich in einer sozialen Einrichtung helfend zu betätigen.

2. Schaffen sie einen Rahmen (Vorbereitung, Betreuung vor Ort, Treffen, Tagebuchkontrolle, Nachbereitung), in dem das eigenverantwortliche Arbeiten funktionieren kann.

Dann kann es losgehen. Unsere Materialien helfen Ihnen einen roten Faden durch den Projektablauf zu finden.

Hat man Gruppe und Zeitrahmen festgelegt, suchen sich die Jugendlichen zunächst eigenständig einen Einsatzort (mit Hilfe des Anschreibens und der Bestätigung). Formen der weiteren Hilfe dabei (z.B. auch das Patensystem) zeigt das Material.

Dann fangen die Jugendlichen an zu arbeiten und protokollieren ihren Einsatz in einem eigenen Tagebuch. Das Tagebuch muss aber für die Gruppenleiter öffentlich sein und u.U. auch für die Einrichtung, wenn der regelmäßige Einsatz darin bestätigt werden soll (bei schwierigeren oder etwas unzuverlässigen Schülern- und Schülerinnen bietet sich dies an - vorher klären und mitteilen).

Nicht zu häufige gemeinschaftliche Treffen (die Arbeit fällt dann entsprechend aus – Einrichtungen informieren) werden dazu benutzt, untereinander Austausch zu schaffen und den ganz wichtigen Kontakt mit „Ehrenamt-Experten“ herbeizuführen. Die Einbeziehung von Fachleuten zum Thema „Ehrenamt“ zeigt den Jugendlichen Perspektiven ihrer Arbeit auf, die ein langfristiges ehrenamtliches Engagement wahrscheinlicher machen. Das gelingt außerhalb des alltäglichen Rahmens der Jugendlichen verankerten Personen sehr viel leichter, zumal sie die notwendige inhaltliche Kompetenz mitbringen.

Abschließend findet eine Auswertung statt, die gleichzeitig zur Vorbereitung der nächsten Runde dienen kann.

Das war’s schon! Klingt einfach und ist es auch.

Viel Glück und Erfolg!