Abschlussbericht: Kim Goedecke
Meine Erwartungen Ich hatte eigentlich keine richtigen Erwartungen an das Projekt. Naja, was heißt Erwartungen - ich wusste nicht, was das Ziel von "Helping-Hands" sein sollte und konnte es mir nur in etwa aus dem Namen ableiten. Als wir uns dann in der ersten Stunde zusammengesetzt haben und uns unser bevorstehendes Aufgabenfeld eröffnet wurde mit einigen Ansprüchen wie zum Beispiel regelmäßig Tagebucheinträge zu verfassen und diese ab und zu der Lehrerin beziehungsweise den Eltern sowie Mitschülern zu präsentieren, hab ich schon ein deutlicheres Bild von den Erwartungen bekommen. Doch aufgeregt war ich trotzdem kein bisschen, denn ich war glaube ich die einzige, die von vornherein und sofort wusste, wo sie arbeiten möchte. Während meine Mitschüler zusammen überlegt haben was sie machen könnten, stellte sich für mich nur noch dir Frage, wann ich A. anrufen würde und sie nach einem ehrenamtlichen Engagement von seitens der Schule zu bitten.
"Helping-Hands"- ein Projekt mit dem Ziel soziale Einrichtungen ehrenamtlich zu unterstützen, das konnte ich mir von vornherein sehr gut vorstellen. Und da ich die von meinem Angebot sehr erfreute A. schon lange kenne, hab ich mich auch darauf gefreut, wobei ich am Anfang natürlich schon ein bisschen Bedenken hatte.
Aber nachdem ich superfreundlich bei den "Kurzen", meiner Einrichtung, wo ich jetzt arbeite, aufgenommen wurde, hab ich mir keine Sorgen mehr gemacht.
Von der Arbeit in der Kindergruppe hab ich auch keine so hohen Ansprüche oder Erwartungen gehabt, ich hab mir einfach gedacht dass es mir mehr Spaß machen würde als zum Beispiel im Altenheim oder im Kindergarten, da ich besser mit Kindern als mit älteren Menschen umgehen kann, ich aber das Kindergartenalter etwas anstrengend finde.
Also hab ich mir gedacht mit Kindern im Alter von 1-3 Jahren zu arbeiten wäre sicherlich spannend und würde mir Spaß machen, da ich der Meinung bin, dass Kinder in diesem Alter am meisten lernen und die größten Fortschritte machen (was sie ja auch tun).
Meine Ziele waren dort zu lernen besser mit Kleinkindern umzugehen, da mir in diesem Bereich vorher jegliche Erfahrung gefehlt hat, außerdem finde ich es wie gesagt spannend, die schnelle Weiterbildung und Fortschritte der Kleinen zu beobachten.
Von dem Projekt bin ich davon ausgegangen dass es:
- meine Arbeit unterstützt und verfolgt, um meine Fortschritte, meine Erfahrungen und meine Zufriedenheit beziehungsweise Unzufriedenheit festzuhalten
- mein Benehmen gegenüber den Mitarbeitern sowie Kindern überprüft
- mir bei eventuell auftretenden Problemen zur Seite steht und mir hilft
- es mir bei Fragen entgegenkommt
und natürlich dass es in regelmäßigen Kontakt mit meiner Arbeitsstelle steht, um meine Leistungen und oben genanntes wie gesagt zu überprüfen.
Der Betrieb:
Die Kindergruppe "Die Kurzen" e.V. wurde 1993 von A. und einigen Eltern (darunter auch meine Mutter) umstrukturiert, da sich davor ein normaler Kindergarten in den Räumlichkeiten befand. Die Betreuungsleistungen des Vereins werden durch Elternbeiträge sowie durch Zuwendungen für Personal- und Sachkosten vom "Amt für Soziale Dienste" finanziert. Insgesamt befindet sich die Kindergruppe auf 2 Etagen, wovon 6 Räume aktiv genutzt werden (inklusive Bad und Küche). In der Küche wird gefrühstückt beziehungsweise Mittag gegessen inklusive Nachtisch. Zwischendrin gibt es Obstpausen und manchmal am Nachmittag Kuchen oder andere Leckereien, die die Kinder manchmal von zu Hause mitbringen. Außerdem werden dort kleinere Sachen gebastelt oder gemalt. Sobald es an ein größeres Projekt geht, wird in dem Werkraum weitergearbeitet, wo so manche Überraschungen für die Eltern zu Weihnachten oder Ostern entstehen.
Dann wären da noch das Spielzimmer sowie das Tobezimmer zu erwähnen, wo sich die Kinder frei bewegen und sehr viel Unordnung verursachen (was jedoch alles vor den Mahlzeiten aufgeräumt werden muss - sonst gibt es nichts zu essen). Nach dem Mittagessen werden Zähne geputzt, wie auch nach dem Frühstück. Dann ist Ruhepause, wo die kleinen Kinder runter in den Ruheraum gehen und ihr Mittagsschläfchen halten. In dieser Zeit sind die übrigen Kinder im Toberaum und können leise spielen oder sich von den Mitarbeitern vorlesen lassen. Nachdem die Kleinen eingeschlafen sind, darf sich wieder frei auf der Etage bewegt werden. In dieser Zeit wird oft gebastelt, gespielt oder Kuchen gegessen.
Das Badezimmer ist natürlich auch vorhanden, wo Zähne geputzt werden und sich alle möglichen Sachen wie zum Beispiel Windeln befinden. Jedes Kind hat seinen eigenen Becher mit Zahnbürste sowie ein eigenes Handtuch, was sie alles selber erkennen und größtenteils auch schon selbst verwenden können. Insgesamt werden 8-10 Kinder betreut, 8 sind Minimum, 10 Maximum. Betreut werden die Kinder von einer vom Verein eingestellten Erzieherin, was in diesem Fall A. ist. Dann gibt es 2 weitere Kräfte, sowie eine einjährige Praktikantin und einen Zivildienstleistenden.
Der Tagesablauf ist hier fest geregelt, alles zu seiner Zeit. Zum Beispiel Frühstück immer etwa von 9.00-10.00 Uhr und Mittagessen von 12.00-13.00 Uhr Ich denke das ist so, damit sich die Kinder daran gewöhnen und es nicht einen Tag mal so oder mal so ist. Die Kids können mir immer ganz genau sagen wann es Essen gibt oder wann Ruhepause ist. Ferien gibt es in der Kindergruppe nicht so lange, wie bei uns. Einzig festgelegt sind die Sommerferien, die jedes Jahr 3 Wochen betragen. Über Weihnacht- und Osterferien, wird sich mit den Eltern abgesprochen und auf ein paar Tage geeinigt. Der Wochenablauf hat auch seine besondere Struktur auf die die Mitarbeiter sowie Kinder viel Wert legen, die Tag für Tag eingehalten wird. Aber natürlich nicht, wenn es Ausnahmen gibt oder ganz dringende andere Sachen. Er muss also nicht dogmatisch gehandhabt werden, sondern passt sich nach den Bedürfnissen der Kinder an.
Meine Tätigkeiten:
Über meine Tätigkeiten bei den "Kurzen" lässt sich gar nicht soviel sagen, denn eigentlich hab ich Woche für Woche das gleiche getan, natürlich mit kleinen Ausnahmen.
In dem ersten Jahr bin ich immer pünktlich zum Essen gekommen und hab noch ein bisschen mitgeholfen aufzuräumen. Danach wurde sich an den Tisch gesetzt, wo jedes Kind seinen eigenen Platz hat, sie aber gelegentlich getauscht haben. Jeden Tag darf sich ein Kind den Tischspruch aussuchen, und nachdem ich einige Wochen etwas hilflos zugeschaut hatte, konnte ich einigermaßen mitmachen. Beim Essen muss eigentlich immer nur darauf geachtet werden, dass die Kleinen keinen Unsinn machen und ich hab ihnen Wasser nachgeschenkt. Wenn alle satt waren, bin ich mit einigen Kindern, höchstens 4, in das Badezimmer gegangen und hab mit ihnen Zähne geputzt, während ein Mitarbeiter die Küche aufgeräumt hat. In den ersten Wochen wurde mir von Petra, Claudia oder Fabian gezeigt und erklärt was die Kleinen können und worauf zu achten ist, zum Beispiel haben Kinder ihre eigene Zahnpasta oder andere dürfen eine ganz bestimmte nicht bekommen und und und Zähne putzen wurde dann zu meiner festen Aufgabe, die ich wirklich jede Woche, bis auf ein paar Ausnahmen gemacht habe. In der Ruhepause habe ich wie alle anderen Mitarbeiter (außer demjenigen, der mit den Kleinen zum Mittagsschlaf in den Ruheraum gegangen war) leise mit den Kindern gespielt, zum Teil sehr seltsame Fragen beantwortet, mich ein bisschen ärgern lassen und vorgelesen. Ein häufiges Spiel war auch "Doktor spielen!", die Kleinen haben sich Spritzen und andere Sachen aus dem Arztkoffer, aber auch Hämmer, Nägel und Sägen aus dem Spielzimmer geholt, je nachdem was sie grad gefunden haben. Dann musste ich meinen Bauch freimachen und ihn mit sämtlichen Werkzeugen bearbeiten lassen, wobei ich mir oft bemitleidende Blicke von den Erwachsenen eingefangen habe. Das Vorlesen hab ich sooft es ging versucht an P. abzuschieben, da sie das viel besser kann als ich, wie ich fand. Hat aber leider nur selten geklappt.
Nachdem die schlafengegangene Person wieder hochkam, als die ganz Kleinen eingeschlafen waren, durften wir uns wieder zwischen Küche, Spiel- und Tobezimmer bewegen. Jetzt wurde einfach gespielt, manchmal allein und manchmal alle zusammen. Ab und zu gab es wie gesagt Kuchen oder Süßigkeiten, die dann in der Küche gegessen wurden. Essen darf man hier nämlich nur am Tisch - egal was es ist, damit sich die Kleinen nicht daran gewöhnen mit ihrem Essen rumzulaufen. Außerdem können die Kinder die Hunger haben noch etwas essen, meistens Brot oder Obst.
Wenn den Kleinen langweilig war, haben wir Großen nach Beschäftigungen gesucht, was manchmal ein Spiel wie Twister, oder eine Kiste voll mit Bauklötzen oder Magneten war, oder wir haben uns an den Tisch gesetzt und etwas gebastelt. Jetzt als letztes zum Beispiel hat A. das Projekt von der "Kleinen Raupe Nimmersatt" angefangen und die Kinder haben alle Obstsorten gemalt, durch die sich die Raupe im Ganzen frisst. Einmal während der 2 Jahre war ich gegen Ende des letzten Schuljahres in dem Werkraum, wo ich mit meinem Lieblingskind Carlos einen Marienkäfer und eine Maske mit Glitzer und federn gebastelt hab, das war aber auch das einzige Mal wo ich etwas im Keller gemacht hab, denn den Ruheraum kenne ich nur vom Reinschauen und von früher, und sonst sind wir halt immer, wenn wir im Garten waren durch den Keller gegangen.
Wenn ich freitags gearbeitet hab und länger geblieben bin, hab ich A. oft beim Wochenendaufräumen geholfen, das heißt nochmal durch alle Räume gehen und nachsehen ob auch alles an seinem richtigen Platz ist und dann mussten im Toberaum immer die Fenster mit Kissen und so Riesenbauklötzen aus Schaumstoff verdeckt werden, damit, wie A. begründet, "Die betrunkenen Jugendlichen am Wochenende keine Lust haben einzubrechen!"
Meine Erfahrungen:
Wenn ich jetzt die zwei Jahre zurückblicke, dann kann ich sagen dass ich echt eine ganze Menge gelernt habe, was ich am Anfang gar nicht so gedacht hätte. Dabei ging es mit dem Lernen schon gleich am ersten Tag los uns es kam jede Woche etwas Neues dazu.
Ich hatte keine Ahnung was die Kleinen alles schon können und war deshalb total überrascht, was ich auch heute immer noch bin. Jedes Mal gibt es etwas Neues zu entdecken. Zum Beispiel waren die Kinder überhaupt nicht scheu, als ich an meinem ersten Arbeitstag die Kindergruppe betrat. Sie waren eher neugierig und haben mich mit Fragen gelöchert. Das finde ich an Kindern ja auch immer so toll, sie mögen einfach jeden, der sie auch mag und gehen nicht nach Aussehen, Geschlecht oder anderen Werten. Ich wurde also gleich in die Mitte aufgenommen du schon nach dem zweiten Tag kannten sie meinen Namen und haben ihn auch nicht wieder vergessen;) Als ich auf einmal mit meinem Name begrüßt wurde, war ich total verwirrt und überrascht was die Kids schon für gute Gedächtnisse haben. Das wird glaube ich oft unterschätzt von den Leuten (von mir ja auch am Anfang), man rechnet einfach nicht damit was Kinder schon können und traut ihnen meiner Meinung nach viel zu wenig zu. Jedoch was ich bei den Kurzen auch toll finde, hier wird sozusagen nichts für das Kind getan, was es nicht selber kann. An der Badezimmertür stehen "Regeln" oder besser gesagt eine Art Bittschrift, die ein Kind an seine Eltern leiten würde. Dort heißt es auch an einer Stelle: "Tue nichts für mich was ich selbst tun kann, denn sonst bekomme ich das Gefühl, ein Baby zu sein, und ich könnte dich auch weiterhin in meine Dienste stellen." Oft bekommen die Kinder auf ihre Fragen oder Bitten zuhören: "Das schaffst du schon allein, versuch das mal.", und das finde ich völlig richtig so, auch wenn ich eine Zeit lang brauchte um das einzusehen und jedem kleinsten Wunsch hinterhergerannt bin. Ich wurde darauf aufmerksam gemacht und hab versucht mich zu bessern, auch wenn es in der erste Zeit echt schwer fällt, wie ich feststellen musste.
Viele, wenn nicht sogar alle Punkte dieser Bittschrift. Ich könnte ich jetzt alle aufzählen, doch sie sind auch in meinem Tagebuch nachzulesen. Ich musste sie einige Male lesen, bevor ich sie nachvollziehen konnte, doch nun bin ich eigentlich davon überzeugt.
Den Kindern werden Sachen wie zum Beispiel Zähne putzten und selber essen oder nach dem Essen sowie nach der Zahnpflege den Mund abwischen beigebracht. Ich war überrascht, wie schnell die Kinder Routine für all das bekamen. Anfangs als ich ihnen beim Essen helfen wollte oder ihnen den Zahnputzbecher vom Regal holen wollte, haben sie mich darauf hingewiesen, dass sie das alles schon allein können und ich war echt nur am staunen. Von den Großen war ich nach einem Jahr an ihr Können gewöhnt, doch als das zweite Jahr begann und ich Paula, Emmi, Tomte, Bent und Marco einen Monat nach ihrem Beitritt in der Kindergruppe kennenlernte, wurde ich erneut vom Hocker gerissen. Natürlich haben sie einiges schon zu Haus gelernt, doch das meiste kommt eben doch aus der Kindergruppe.
Außerdem musste ich lernen auch mal nein zu sagen. Ich bin immer weich geworden bei den niedlichen Kinderkulleraugen und hab sie sozusagen auf Händen getragen, bis dann immer ein "Nein Kimi!" aus der Küche von A. kam;) Ab und zu musste ich mir auch einiges von den Mitarbeitern erklären lassen. Ah, und an die ersten Versuche von Trösten kann ich mich auch noch lebhaft erinnern .. Ich hab es oft versucht, doch die ersten Ergebnisse ließen sich nicht wirklich sehen - meistens habe ich ein noch traurigeres Kind verzweifelt an einen Mitarbeiter abgeschoben. Allerdings ist mir auch manchmal aufgefallen, dass ich zu viele Erwartungen in die Kinder steckte. Zum Beispiel als ich mit C. im Werkraum war und ich mit ihm einen Marienkäfer basteln sollte, hab ich ihm auf Anweisung von A. einfach Schere und Pappe hingelegt und abgewartet. Nach einigen Momenten wo er mich nur groß angeguckt hat, kam aus der Ecke von A.: "Kimi, das kann er doch noch nicht!" Da war ich erst einmal etwas verblüfft, und hab eine Weile versucht es ihm zu erklären, musste jedoch nach ein paar Minuten einsehen, dass er das wirklich noch nicht konnte. Die Kinder können (nur) die Schere in der Hand halten und sie auf und zu machen. Ich musste dann im richtigen Moment die Pappe zwischen seine Schere schieben und er hat reingeschnitten. Und am Ende war ich sogar sehr zufrieden mit unserem Ergebnis. Beim Basteln oder Malen wird gar nicht so genau auf Symmetrie oder Farbharmonie geachtet, sondern einfach drauf losgemalt, das finde ich auch faszinierend. Bei uns muss immer alles stimmen, bis zum i-Tüpfelchen, aber bei den Kleinen zählt nur der Spaß und das tollste ist, sie finden ihre Bilder immer schön und meckern nicht darüber:)
Und wie sie miteinander umgehen finde ich auch total süß! Mädchen und Jungen noch so harmonisch miteinander vereint, das freut mich immer wenn ich sie zusammen spielen sehe und frage mich dann oft, mit welchen Alter die Geschlechtertrennung eigentlich in meinem Alter angefangen hat
Kindergarten? Grundschule? Und wenn sie sich streiten und empört angelaufen kommen, kann ich auch nicht ernst bleiben, sondern muss immer grinsen, weil das einfach zu niedlich ist! H. kommt angerannt und schreit rum: "T. hat mich ganz doll gehauen!", und dann sagt P.: "Dann sag T., dass du das gar nicht möchtest." Und H.rennt zurück zu T. und schreit ihm wortwörtlich das ins Ohr, was P. ihm gesagt hat: "T. ich möchte das gar nicht!" Das ist echt zu toll!
Und eines der wichtigsten Dinge, die ich gelernt habe, ist wohl, dass man sich nicht neben einer Freundin konzentrieren kann;) Meine Freundin Z. und ich haben es ausprobiert, zusammen zu arbeiten und wir haben nach dem zweiten Termin aufgegeben, weil wir uns die ganze Zeit angezickt haben oder lachen mussten. Ich glaube, das war eine Erfahrung, die man einfach mal machen musste und wie gesagt, ich bin froh, dass wir es versucht haben. Nach dem entscheidenden Gespräch woraufhin wir uns getrennt haben, war zwar ein paar Tage etwas dicke Luft zwischen uns, doch zum Glück nur kurz, und jetzt sind wir beide froh mit unserer Arbeit. Ich gemerkt hab, dass es allein einfach am besten klappt, zumal man dann auch die ganze Aufmerksamkeit der Kids für sich hat^^
Und ich freue mich, dass es Z. gefällt in der Kindergruppe, sie macht ja sogar jetzt ein einjähriges Praktikum dort =D
Nachhaltigkeit:
Also wenn ich die Aufgabe richtig verstehe, kommt hier jetzt hin, was das 2-jährige Projekt für mich gebracht hat und was ich dazu sagen kann
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Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich bin total froh, dass ich sofort in der Krabbelgruppe angefangen habe. Ich wusste damals nicht warum, aber sobald erwähnt wurde, dass wir uns eine ehrenamtliche Arbeitsstelle suchen sollen, war für mich klar dass ich A., und auch nur A., fragen wollte.
Das war die einzig richtige Entscheidung, denn der Einstieg in den Betrieb fiel mir als anfangs ja sehr schüchternes Wesen sehr viel einfacher. Natürlich wurden an mich bestimmte Erwartungen gestellt, es war nicht so dass ich in einen fremden Betrieb komme und die dort mal schauen was ich alles kann oder wie ich drauf bin, sondern ich war einfach Kimi und sollte die und die Dinge erledigen =D. Mir wurde aber auch von Anfang an mehr Vertrauen geschenkt, als man das bei neuen Leuten machen würde und durch die Bekanntschaft mit A., hab ich mich schneller und besser mit den anderen Mitarbeitern bekannt gemacht oder sogar ein wenig angefreundet.
Ich meine, das haben ja nicht viele Arbeiter, dass sie bei der Begrüßung und beim Abschied des Tages durch die Räume gehen und die anderen umarmen und man sich ein schönes Wochenende oder schöne Ferien wünscht. Und sie haben sich wirklich immer gefreut, wenn ich kam und haben mich nicht aus Solidarität oder gefühlter Verpflichtung betreut. Und das hat mich wiederum gefreut, wenn die anderen sich gefreut haben =D. Falls ich jemandem nun ein Praktikum, eine "Helping-Hands"-Stelle oder seinen Zivildienst dort vorschlagen sollte, dann würde ich Werbung in den höchsten Tönen dafür machen, denn so eine Erfahrung wie ich sie gemacht habe, ist wirklich jedem zu empfehlen. Sobald die Kinder jemanden kennen und ihm vertrauen, lieben sie ihn und das ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man die Tür von ihnen aufgehalten bekommt und sie schreiend durch die Räume laufen, wenn ich komme.
Also, "Helping-Hands" bei den "Kurzen" in der Kohlhöker Straße ist wirklich ein super Projekt, und ich bin mir sicher, dass ich durch keinen Wechsel die Einrichtung und deshalb auch diese 2 Jahre Erfahrung in dem einen Gebiet, was die anderen ja nicht hatten, mit der Kindergruppe weiter zusammengewachsen bin und möchte ehrlich gesagt gar nicht da weg, sondern einfach immer weiter dort arbeiten =D
Aber ich denk jetzt noch nicht an den Abschied in einer Woche
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Schlusswort:
Jetzt am Ende kann ich sagen, dass das Projekt meine Erwartungen erfüllt hat. Mit Besuchen in der Kindergruppe und 4- beziehungsweise 6-Augengesprächen hab ich immer wieder Interesse an meiner Arbeit von seitens meiner Lehrerin Frau von Frieling gesehen. Besprochene Probleme oder nicht erfüllte Aufgaben sowie der zeitweilende Eindruck von etwas Nachlässigkeit, den A. in die Runde warf, haben mir dann doch jedes Mal, denke ich, einen neuen Anschub gegeben und mich dazu gebracht, mich besser zu beweisen.
Auch mit den regelmäßigen Präsentationen hatte ich keine Probleme, denn am Interesse der anderen Mitschüler und vor allem der Eltern, konnte man doch sehen, dass diese Art von sozialer Unterstützung sehr gefragt ist und eine Menge Eindruck hinterlässt.
Ich wurde nicht enttäuscht und mir wurde in etwas schwierigeren Zeiten immer wieder unter die Arme gegriffen.
"Helping-Hands" ist ein super Projekt, in dem ich viel gelernt habe und ich freue mich für jeden neuen, der es nach der siebten Klasse anfängt und wünsche ihm alles Gute. Ich hoffe jeder wird so gut angenommen wie ich damals und es macht ihm Spaß, damit es dieses Projekt noch lange geben kann!


